
Impressum / AGB´s
Montageanleitung KD-Schleppkupplung
(Alle Bilder dürfen nur mit Quellangabe verlinkt und/oder kopiert veröffentlicht werden!)
Randbemerkung: wir haben uns dazu entschlossen Bedienungsanleitungen unserer Eigenprodukte nur noch webbasierend zu veröffentlichen. Wir sparen uns Druckkosten, die Natur spart sich Papiermüll und Sie profitieren von ständig aktualisierten Anleitungen.
Diese Montageanleitung basiert auf dem Einbau in der Sebart SU 50E. Durch den freigeformten Rumpfrücken gestaltet sich der Einbau nicht ganz einfach. Der Einbau in Modelle mit Kastenrumpf hingegen ist im Hinblick auf die Verstärkung des Rumpfrückens wesentlich einfacher.
Die Schleppkupplung wird fertig montiert geliefert. Die Schubstange muss nach Einbau passend abgelängt werden.
Im Lieferumfang befinden sich ein Satz Kunststoffschrauben als auch Stahlschrauben M4 zur Befestigung der Schleppuppklung im Modell. Ab einer Rumpfrückenstärke von etwa 25mm, sollten die Stahlschrauben verwendet werden, da sich die Kunststoffschrauben bei dieser freien Gewindelänge zu stark in sich verdrehen würden.

Unser "Patient" auf dem OP-Tisch:

Der Rumpfrücken ist in der Regel in Längsrichtung nur begrenzt belastbar und muss desshalb entsprechend verstärkt werden. Je nach Einsatzzweck (Gewicht des zu schleppenden Modells) müssen die auftretenden Zugkräfte durch z.B. CFK-Rovings in die Tragflächensteckung überführt werden. In unserem Fall sparen wir uns zusätzliche Verstärkungen da nur Modelle bis 1,5kg geschleppt werden sollen.
Zunächst erstellen wir uns eine Schablone der Kontur des Rumpfrückens, um eine entsprechend passgenaue Holzplatte zur Verklebung an der Innenseite herstellen zu können:

Aus zwei miteinander verleimten 10mm-Balsabrettchen haben wir uns ein passendes Verstärkungsbrettchen vorbereitet. Die eingefräste Nut dient der Aussparung der im Modell befindlichen Kiefernleiste am Rumpfrücken:

Wir übertragen nun die Rumpfrückenkontur auf die Stirnseiten des Balsabrettchens (vorne und hinten). Dabei ist darauf zu achten, dass die eigentliche Kontur um die Dicke der Beplankung nach innen versetzt werden muss. Entweder erstellen sie einfach eine zweite Schablone mit dem nötigen Offset, oder zeichnen (wie im Beispiel) die Kontur durch Schrägstellen des Stiftes ab:

Nach Einsatz von Balsahobel und Schleifpapier, erhalten wir eine passgenaue Verstärkungseinlage zum Einkleben in den Rumpfrücken:

Das Einkleben erfolgt bei Holzmodellen bevorzugt mit (reichlich) Ponal Express. Alternativ können Sie 30-min Klebeharz verwenden:
(Ansicht von Rumpfunterseite auf den Rumpfrücken)

Nun fixieren wir die Klauenkupplung (Öffnung Richtung Leitwerk zeigend) mit Klebeband auf dem Rumpfrücken:

Die Klauenkupplung dient als Bohrschablone. Zunächst bohren wir nur ein Schraubenloch mit einem 4mm-Bohrer. Achten Sie auf das lotrechte Bohren zur Grundplatte der Kupplung:

In das soeben gebohrte Schraubenloch stecken wir eine Schraube M4. Kontrollieren Sie die Kupplung nochmal auf korrekte Ausrichtung:

Nun bohren wir das zweite Schraubenloch und versehen auch dieses mit einer Schraube:

Mit einem Bohrer 1,8mm oder der beiliegenden Schubstange markieren wir die Position der Schubstangenfreimachung:

Wir entfernen die Kupplung und bohren die markierte Position auf 3 bis 4mm auf:

Die Montage der Kupplung erfolgt wie auf den nachfolgenden Fotos zu sehen (Servoausgangsachse zeigt Richtung Rumpfnase). Die Schubstange kann dabei an der Kupplung verbaut bleiben.

Je nachdem wie weich das Rumpfmaterial ist, empfehlen wir die Erstmontage mit Stahlschrauben, da sich die Rumpfbeplankung etwas stauchen und sich dabei verfestigen wird.
Mit den Nylonschrauben kann nicht genügend Druck aufgebaut werden, so dass sich die Schrauben lockern könnten. Deswegen die Erstmontage mit Stahlschrauben ausführen. Diese ausreichend fest anziehen, bis das Beplankungsmaterial nicht mehr nachgibt, dann die Stahlschrauben gegen Kunststoffschrauben ersetzen:


Nun montieren wir die Schubstange samt Servoscheibe in Neutralstellung:

Zur passgenauen Ablängung der Schubstange stellen wir das Servo auf einen Ausschlagwinkel von etwa +30° nach oben ein:

Da eine Markierung mittels Folienstift beim Herausziehen der Schubstange evtl. verwischt, ist es am einfachsten, den Überstand zu messen. In diesem Beispiel beträgt der Überstand 9mm, so dass wir die Schubstange um 8mm kürzen. 1mm steht über:

Wir kürzen nun die Schubstange mittels Seitenschneider und verrunden die Schnittkante gewissenhaft:

Nach der Montage der Schubstange begrenzen wir den Servoweg. In verriegelter Position steht die Schubstange etwa 1mm über die Kupplung über, in geöffneter Stellung taucht die Schubstange etwa 0,5mm in die CFK-Platte ein. VORSICHT, zu tiefes Einfahren der Schubstange kann die Kupplung oder das Servo beim Wiederausfahren beschädigen!

